Willkommen Österreich

Ausländer Ein Drittel der Österreicher sind ahnungslose, uninformierte, kontaktlose Fremdenfeinde. Eine neue umfangreiche Studie der Akademie der Wissenschaften zeigt das gewohnte Bild des Landes.

Politik | Patrik Volf | aus FALTER 38/99 vom 22.09.1999

Die FPÖ plakatiert ihre Haltung. "Stopp der Überfremdung", prangt auf ihren Dreieckständern. Die SPÖ lässt ihren Innenminister sagen, wenn Jörg Haider als Landeshauptmann in Kärnten eine Nullzuwanderung haben wolle, dann könne er sie haben. Herbst 1999. Österreich im Wahlkampf. Die obligate Ausländerdebatte muss wieder aufs Tapet. Für Gustav Lebhart, Demograph an der Akademie der Wissenschaften, gehört sie schon "zu den Ritualen des österreichischen Wahlkampfs". Eben erst haben er und Rainer Münz eine Studie im Auftrag des Wissenschaftsministeriums fertig gestellt und darin die kollektive Befindlichkeit des Landes gegenüber Ausländern untersucht.

Und wenn man der Studie Glauben schenkt, ist es kein Zufall, dass gerade SPÖ und FPÖ offen mobil machen. Beide rekrutieren die Mehrzahl ihrer Wähler im Lager derer, die offen für einen "Zuwanderungsstopp" plädieren. 37,7 Prozent sind es in ganz Österreich, die diese Einstellung teilen. Das sind mehr als jene, die sich nur für


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