Bei ihrer Ehr

Schule Unterrichtsministerin Gehrer (VP) vergattert alle neuen Pädak-Studenten zur Unterschrift: Die künftigen Lehrer müssen geloben, von Drogen ihre Finger zu lassen. "Sinnlose Law-and-Order-Politik", urteilen Studentenvertreter, Drogenexperten und Bildungspolitiker anderer Couleur.

Politik | Nina Weissensteiner | aus FALTER 38/99 vom 22.09.1999

Manfred Teiner rechnet nicht mit Widerstand. Als der Direktor der Pädagogischen Akademie Wien am Montag seine Begrüßungslaudatio hielt, nahmen seine 250 Erstsemester die neue Verordnung vom Minoritenplatz brav zur Kenntnis: Kein aufgebrachtes Gemurmel, auch keine Buhrufe störten seine Festrede. "So wie wir, dürften auch die Studenten von der Erklärung völlig überrascht worden sein", kommentiert Pädak-Chef Teiner den scheinbar friedlichen Schulstart.

Denn in den Kammerln der Studentenvertretung war die Stimmung am Brodeln. Dass Uni-Neulinge und ab nächstem Herbst auch alle Junglehrer "von oben" schriftlich zum lebenslangen Drogenverzicht vergattert werden (siehe Faksimile), stößt den Studentenvertretern sauer auf. Wie die Direktion, erfuhren auch sie vergangene Woche via Kronen Zeitung von der jüngsten Drogenprävention Elisabeth Gehrers. Und die heißt: Unterschrift oder Aktenvermerk. Mit dem schriftlichen Eid zum Schulstart will sich die Unterrichtsministerin allerdings nicht


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