Kunst kurz

Kultur | Vitus H.Weh | aus FALTER 38/99 vom 22.09.1999

Werbe-Nepp Haben Sie schon vom Red-Bull-Kreativ-Wettbewerb gehört? Dabei wird dazu aufgefordert, etwas Hübsches aus leeren Red-Bull-Dosen zu basteln, zum Beispiel einen Vogel oder ein Mobile. Den ersten Wettbewerb gab bereits es vor zwei Jahren. All jenen, die keinen der drei Preise erhalten haben, wurde ihr Werk samt Verwertungsrechten für 2500 Schilling abgekauft. Damals hörte sich das gut an - versilbertes Blech gleichsam. Welchen ökonomischen Fehler die Künstler jedoch begingen, merken sie jetzt, da ihre Werke auf riesigen Werbeplakaten und ganzseitigen Anzeigen in den Zeitschriften prangen. Für solch eine Kampagne wird zwar viel Geld ausgegeben (es heißt, dass allein der Fotograf 300.000 Schilling bekommt), einzig die Hersteller der Sujets haben nichts davon. Zusätzliches Honorar gab es keines, und mitunter wurde sogar ein falscher Künstlername abgedruckt. Solches Vorgehen bestätigt, was viele schon vermuteten: Die wirklich kreativen Köpfe sitzen in den Werbeabteilungen.

Filme Für die Ausstellung von Druckgrafiken Richard Serras hat das k/haus am Karlsplatz eine Reihe von Filmen zusammengestellt, die jeweils sonntags, 12 Uhr, im Künstlerhaus-Kino gezeigt werden. Letzter Ausstellungs- und Matineetermin ist der 26. September mit vier Kurzfilmen von Serra ("Television Delivers People", "Nightfall", "Framed", "PP II") sowie zwei Dokumentationen: "Beyond Modernism - Smithson and Serra" sowie "Spiral Jetty" von Robert Smithson.

Galerien Fünf Jahre lang betrieben Christine König und Franziska Lettner gemeinsam ihre Galerie in der Wipplingerstraße. Dass die Galerie ab Herbst in der Schleifmühlgasse 1a beheimatet sein wird, wurde bereits gemeldet. Neu ist nun aber die Nachricht, dass nur Christine König die neuen Räume eröffnen wird: Franziska Lettner will sich in Zukunft nämlich ausschließlich um die Kunstprojekte ihres Lebensgefährten Lois Weinberger kümmern.


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