Viel Feind, viel Ehr

Musik Vom Lokalfeger zum Kultur-Exportartikel und Ars-Electronica-Preisträger: Peter Rehberg, Laptop-Musiker und Kopf des Wiener Experimental-Techno-Labels Mego, im Porträt.

Kultur | Karl Fluch | aus FALTER 38/99 vom 22.09.1999

Am letzten Abend des Festivals phonoTAKTIK 99 im Szene-Lokal rhiz: Ein Mann sitzt auf der Bühne vor seinem Laptop. Er wippt zu den daraus generierten Sounds, kramt derweil in seiner Jacke nach dem Feuerzeug, steckt sich eine Zigarette an, blickt ins Publikum und manipuliert über die Tastatur schließlich wieder die Klangarchitektur. Die Nummer dauert eine gute Viertelstunde, und nach zehn Tagen intensiver Auseinandersetzung mit teilweise bewusst verstörendem Tonmaterial ist sich das Publikum einig, dass dieser Auftritt von Peter Rehberg zu den atemberaubendsten Darbietungen des Festivals gehört: dicht, dynamisch, schön.

Die Innovation und Konsequenz von Rehbergs Arbeit und der seines Labels Mego während der letzten fünf Jahre veranlasste die Jury des diesjährigen Prix Ars Electronica, sein Werk und das seines Label-Kollegen Christian Fennesz in der Kategorie digitale Musik auszuzeichnen - und damit erstmals einen österreichischen Beitrag. Nicht immer fand der 31-jährige Rehberg


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