Neues Label: Zwischen den Zeilen hören

Kultur | Klaus Nüchtern | aus FALTER 38/99 vom 22.09.1999

In elegant-dezentem Silbergrau, aber dennoch unprätentiöser Verpackung (Karton) präsentiert sich das Label between the lines mit seinen ersten drei CDs. Für Franz Koglmann, den künstlerischen Leiter des von der deutschen Structured Finance gesponserten Projekts, soll es ein "Label der Zwischentöne" sein, auf dem aktuelle Musikströmungen zwischen Improvisation und Komposition, Jazz und Neuer Musik "völlig undogmatisch jenseits aller Reinheitsgebote" Platz finden sollen.

Den Anfang macht Koglmann selbst mit einem Quintett, das die Auseinandersetzung des Komponisten/Instrumentalisten mit der Jazztradition einerseits - Jerome Kerns "Make Believe" stellt den Titel der CD bereit und verbindet nostalgische Melodiosität mit entschieden zeitgenössischer Improvisation - und mit dem Werk Jean Cocteaus andererseits zeigt. Die "Rue Montmartre Trilogy" ist bündig und disparat, romantisch und ironisch zugleich und weist die einzelnen Instrumentalisten (hervorzuheben: Klarinettist/Saxophonist


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