75 Jahre Zsolnay

Ein, zwei Bücher täglich/"Den Namen zu einer Marke machen"

Kultur | aus FALTER 38/99 vom 22.09.1999

Das ehrgeizige Streben des Verlegers muss nun darauf gerichtet sein, den Namen seinen Verlages zu einer Marke zu machen, die eine so suggestive Kraft auf das Publikum ausübt, dass dieses, ohne eine Enttäuschung fürchten zu müssen, zu den Publikationen des betreffenden Verlegers greift", formulierte es der am 12.6.1895 in Budapest geborene Paul Zsolnay. Der Sohn eines Großindustriellen vermochte mit dem 1924 ins Handelsregister eingetragenen Paul Zsolnay Verlag die eigenen Kriterien durchaus zu erfüllen. Franz Werfels "Verdi. Roman der Oper" war das erste Buch des neu gegründeten Verlags, in dem bald auch Arthur Schnitzlers Novelle "Fräulein Else" erschien, die innerhalb von sechs Wochen 25.000 Exemplare verkaufte. Als ersten von insgesamt einem halben Dutzend Nobelpreisträgern (u.a. John Steinbeck, Pearl S. Buck und Erwin Schrödinger) brachte der Verlag mit hohem Werbeaufwand John Galsworthy heraus. 1930 erschien Friedrich Torbergs "Der Schüler Gerber hat absolviert". Neben Franz


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