Ein, zwei Bücher täglich

Literatur In nur drei Jahren ist dem vom Hanser Verlag übernommenen Zsolnay Verlag ein beeindruckender Relaunch gelungen. Das 75-jährige Jubiläum können Programmleiter Herbert Ohrlinger und Hanser-Verlagschef Michael Krüger in unbeschwerter Feierlaune begehen.

Kultur | Klaus Nüchtern | aus FALTER 38/99 vom 22.09.1999

Wenn ein über Jahrzehnte nur mehr im Schatten seines einstigen Glanzes dahindümpelnder Traditionsverlag innerhalb von drei Jahren wieder ein ernst zu nehmendes literarisches Programm von über hundert Titeln auf den Markt bringt, kann man das ja wohl als Erfolg bezeichnen. Sieht man von den Autorinnen und Autoren einmal ab, dann sind für den Aufschwung, den der vor 75 Jahren in Wien gegründete Zsolnay Verlag seit der Übernahme durch den deutschen Hanser Verlag im Frühjahr 1996 genommen hat, vor allem zwei Leute verantwortlich: Zsolnay-Programmleiter Herbert Ohrlinger und Hanser-Verlagschef Michael Krüger, der Zsolnay nach sieben Jahren interessierter Beobachtung zu einem Preis erwarb, über den Stillschweigen vereinbart wurde, der jedoch deutlich unter den ursprünglich geforderten sechs Millionen Mark liegen dürfte.

Dabei sind die beiden mit Eigenlob ausgesprochen zurückhaltend. Will man mit ihnen über Erfolg sprechen, dann erfährt man zuallererst, was nicht so ganz den Erwartungen


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