Eine Welt für sich

Freihausviertel Eine ganze Gegend wird zum künstlerischen Material. Für eine Ausstellung hat ein Schweizer Künstler die Geschichte des Wiener Freihausviertels recherchiert.

Stadtleben | Patricia Grzonka | aus FALTER 38/99 vom 22.09.1999

Warum er nicht Journalist geworden sei? Christian Philipp Müller hält kurz inne. "Weil ich als Künstler meine subjektive Sichtweise einbringen kann", meint er dann. Gleichwohl ist sein Ansatz mit dem investigativen eines Journalisten vergleichbar, wenn Müller auch manchmal ungleich mehr in seine Arbeit investiert als im Schreibgewerbe sonst üblich. Für sein neuestes Projekt "Eine Welt für sich", eine Analyse des Wiener Freihausviertels, begann er bereits vor eineinhalb Jahren mit seinen Recherchen.

Der 42-jährige in New York lebende Künstler war 1993 für Österreich zusammen mit Gerwald Rockenschaub und Andrea Fraser Teilnehmer der Biennale Venedig, 1997 in Kassel auf der documenta X. In seinem Recherche-Prinzip verbindet er klassische Interviewformen und historische Forschung zu einer "fiktiven Wissenschaft", in der er selbst als Arrangeur und Gestalter auftritt.

"Eine Welt für sich" thematisiert in einer Ausstellung, einem Buch und einem Hörspiel die Geschichte des Wiener Freihauses.


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