Stadtmensch

Stadtleben | aus FALTER 38/99 vom 22.09.1999

Und wieder präsentieren wir Ihnen eine Folge der Serie "Wieso ist da früher noch niemand draufgekommen?". Was Hermann Seiser hier präsentiert, nennt sich "Freihand" und ist eine Geschirrlinie für Einarmige oder einseitig Gelähmte. Die Teller stehen leicht schräg, sodass sich in der "Löffelmulde" Sauce, Suppe oder eben die letzten Essensreste sammeln (lassen). Eine gerippte Zone hält das Fleisch ebenso wie der "untergriffige" Rand der Essfläche. "Die Idee hatte Robert Kaltenbrunner, ein Finanzbeamter", erklärt Seiser, "die Ausführung stammt von mir." Dass sich die Serie durchsetzen wird, steht außer Zweifel, schließlich werden die Einarmigen immer mehr - seit es Handys gibt. Doch auch alles andere aus Keramik, Porzellan, Ton oder Silikon kann Seiser, ehemals Assistent an der Angewandten bei Matheo Thun, herstellen: "Alles, was sich abgießen lässt." Dazu gehören auch Backformen, Abgüsse aus Silikon oder aber auch Eigenkreationen wie seine Teeservice. Wie wärs zu Weihnachten mit einem Kuchen, der ausnahmsweise einmal nicht rund ist? Kerammodell Seiser, Tel. 596 09 88. S. N.


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