Machen wir was draus

Seinesgleichen geschieht Wahltag: Wendet sich ein windelweicher Wahlkampf durch Bemühungen in letzter Minute?

Vorwort | Armin Thurnher | aus FALTER 39/99 vom 29.09.1999

Nerven, blanker als blank. Geht es hinunter in den Abgrund der Wende? Die Angst geht um. Der Wahlkampf war nicht gut, die Ernte, es ist zu fürchten, wird entsprechend sein. Die Taktik, Haider streichelweich zu ignorieren, ihn schmuseweich zu umschiffen, ist daran gescheitert, dass der Mann kerzengerade zurückschifft. Wer ihm den Pelz waschen will, ohne ihn nass zu machen, steht selbst im Regen. Jörg Haider Auseinandersetzung zu ersparen ist sicher keine gute Idee; ihm Widerspruch zu ersparen bedeutet, ihm zuzustimmen. Im Wunsch, es allen recht zu machen, haben die Sozialdemokraten den Minimo Lider attraktiver gemacht; die ÖVP hat ihn durch ihre schwarz-blaue Option und die Ankündigung, in die Opposition zu gehen, so kräftig zum Leben erweckt, dass eine blau-schwarze daraus wurde.

Skandalisierungen wollte man offenbar vermeiden. Wie konnte es kommen, dass der überkorrekte Scharfmacher, der in Kärnten (wahrscheinlich korrekterweise) SPÖ-Abgeordnete wegen Stechuhr-Unkorrektheiten (oder


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