Siegt der Feschismus?/Rauchende Sohlen

ÖVP Klubobmann Andreas Khol über bellende Hunde, ziehende Karawanen, sein Njet zur Abschaffung des Paragraphen 209, die Liturgien des "Falter" und seinen unumstrittenen Führer Wolfgang Schüssel.

Politik | Patrik Volf und Nina Weissensteiner | aus FALTER 39/99 vom 29.09.1999

Der Schreibtisch ist blank geputzt und aufgeräumt, die Akten sind sauber übereinander gestapelt. Für eine halbe Stunde hat sich Andreas Khol, ÖVP-Klubobmann, freimachen können. Seit dem Verlust der Absoluten in Vorarlberg vergangene Woche werden die Termine immer dichter. Laufen, bis die Schuhsohlen heiß werden und die Zunge heraushängt, hat Khol als Devise an seine Parteigänger ausgegeben. "Und an mich selbst", wie er geflissentlich betont. Für die ÖVP ist es nach der Ankündigung von Wolfgang Schüssel, in Opposition zu gehen, sollte ihn die FPÖ überholen, höchste Zeit. Und auch Khols eigener Sessel wackelt bei einer Niederlage Schüssels, denn der Klubobmann und sein Parteichef gelten als ein Gespann.

FALTER: Herr Klubobmann, nach dem Vorarlberger Wahlergebnis meinten Sie, jeder in der ÖVP müsse sich jetzt im Kampf um Stimmen die Schuhsohlen heißlaufen. Wie steht es um die Temperatur Ihrer Sohlen?

ANDREAS KHOL: Ich hab schon zwei Paar Schuhe durchgelaufen. Ich bin sehr


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