Siegt der Feschismus?/"Für uns gestorben"

FPÖ Eigentlich sollte hier ein Haider-Interview zu lesen sein. Doch der FPÖ-Chef zog seine Aussagen mit der Androhung rechtlicher Schritte zurück. "Falter"-Journalisten sind ab sofort "keine Ansprechpartner mehr".

Politik | Florian Klenk und Nina Weissensteiner | aus FALTER 39/99 vom 29.09.1999

Nach drei Jahren sollte es wieder so weit sein. Anlässlich der Wahlsonderberichterstattung wollte der Falter mit den Spitzen aller Parteien Gespräche führen. Natürlich auch mit Jörg Haider. Vorweg: Ein Interview mit dem FPÖ-Chef hat vergangenen Donnerstag im Hinterzimmer des Meidlinger Vorstadt-Cafes Rondo nach einer freiheitlichen Wahlveranstaltung stattgefunden. Doch der "Jörg, der sich was traut", will seine dort getätigten Aussagen nun doch nicht in der Zeitung lesen. Für den Fall einer Veröffentlichung im Falter, so drohte sein Sprecher Karl-Heinz Petritz, behalte man sich "rechtliche Schritte" vor.

Was war geschehen? Der Falter hatte mit Haider unter anderem über Nationalsozialismus, den Fall Omofuma und die "Gebärfreudigkeit" von Ausländern gesprochen. Hatte Jörg Haider etwa im Rausch der Wahlveranstaltung Worte ins Falter-Mikrofon gesagt, die ihm als Staatsmann in spe kurz vor dem Wahlkampf nicht gut bekommen?

Meidlinger Hauptstraße, ein sonniger Nachmittag. Wahlveranstaltung


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige