Siegt der Feschismus?/Jump and run

Wahlservice Wahlzettel ankreuzen ist längst nicht mehr die einzige Möglichkeit, aktive Anteilnahme am Wahlspektakel zu demonstrieren. Im Internet findet sich ein Potpourri an unterschiedlichsten Partizipationsmöglichkeiten.

Politik | Gerald John | aus FALTER 39/99 vom 29.09.1999

Die Grafik erinnert an die goldenen Pionierzeiten des Commodore 64. Über den Bildschirm sprintet ein Männchen mit roter Kappe, das sich abwechselnd vor Salatschüsseln mit umgebundenen Maschen ducken und über blau gekleidete Bären springen muss. Die SPÖ-Kreativabteilung hat zugeschlagen und ein Jump-and-run-Spiel für gelangweilte Besucher der roten Homepage entworfen. Das Spiel mag dümmlich sein, dafür gibt es einen Laptop zu gewinnen (www.v99.at).

Weniger großzügig ist die Gewinnausschüttung bei den Wahlbörsen von Presse und Kleiner Zeitung (wahl.diepresse.at) sowie jener des Standard (www.derstandard.at). Dafür haben die Notierungen der Parteien, die sich durch den Aktienhandel der Mitspieler ergeben, durchaus demoskopischen Wert. Bemerkenswert: Auch das Bürgertum glaubt nicht mehr an einen Erfolg der ÖVP und führt die Schwarzen - wie der Standard - bei etwa 23,5 Prozent. Die SPÖ notiert bei 35 (Standard) bzw. 33 Prozent (Presse), sonst sind sich die Leser in etwa einig:


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