Siegt der Feschismus?/Die glorreichen Sieben

Kandidaten Im Wiener Vorzugsstimmenwahlkampf raufen Profis und Amateure, Hardliner und Softies, Parteisoldaten und Querköpfe persönlich um jede Stimme. Eine Entscheidungshilfe.

Politik | Gerald John, Verena Ringler, Patrik Volf und Nina Weissensteiner | aus FALTER 39/99 vom 29.09.1999

Der Moderator macht es Caspar Einem nicht leicht. Der Wissenschaftsminister ist auf Wahlkampf am Universitäts-Campus, sollte also nicht allzu langweilig wirken, und dann stellt der vom Hörfunk abgestellte Interviewer eine Einstiegsfrage, die sich um den Terminus "Evaluierung" dreht. Einem neigt den Kopf zur Seite und spult geduldig die Antworten ab. "Noch Fragen?", will der Moderator vom Publikum wissen. Danke.

Auf seiner Tour durch den Wahlkreis "Innen-West" wird Caspar Einem selten nach universitären Details gefragt. Öfter schon nach Karl Schlögl. "Es ist in Ordnung, dass man sich für Vertreter der Partei rechtfertigen muss, die andere Positionen vertreten", sagt Einem. Ein schwieriges Unterfangen, denn der Wissenschaftsminister hat viele Stimmen zu verteidigen. Bei den letzten Nationalratswahlen statteten ihn die urbanen, liberalen Wähler in den Innenbezirken mit einem Grundmandat aus. Diesmal sollen sie es trotz Schlögl tun - oder wegen ihm.

Einems Abgrenzung zum Hardliner im


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