Wo gehts hier zu Schnitzler?

Theater Klaus Bachler hat Startschwierigkeiten: Über den "Reigen" im Kasino und "Lulu" im Burgtheater.

Kultur | Wolfgang Kralicek | aus FALTER 39/99 vom 29.09.1999

Die drei ersten Inszenierungen der Direktion Bachler am Burgtheater haben eines gemeinsam: Man weiß nicht so recht, warum sie gezeigt werden. Frank Castorf hat sich entschlossen, "Die Tochter der Luft" von Calderon/Enzensberger nicht zu inszenieren. Sven-Eric Bechtolf hat den "Reigen" von Schnitzler so inszeniert, dass es nicht wahr sein kann. Und Andreas Kriegenburg hat zwar "Lulu" von Wedekind inszeniert, sagt aber nicht dazu, was ihn daran interessiert hat.

Doch immer schön der Reihe nach. Zuerst hat Claus Peymann dem Burgtheater unter Klaus Bachler einen Rückschritt in frühere Verhältnisse prophezeit. Dann haben neutrale Beobachter die Augen verdreht, als Bachler Sven-Eric Bechtolf als einen seiner "Hausregisseure" präsentierte. Und am Freitag vergangener Woche schließlich hatte im Kasino Bechtolfs Inszenierung von Schnitzlers "Reigen" Premiere.

Schon der Blick auf Rolf Glittenbergs Bühnenbild deutet das Grauen an, das dem Besucher in den kommenden zwei Stunden bevorsteht: Das


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