The Return of Arbeitsgruppe

Kunst Der steirische herbst präsentiert sich dieses Jahr als Labor: Geforscht wird unter anderem über Glam-Rock und Avantgarde, Computernetzwerke und den Zustand der Bildung.

Kultur | Vitus H.Weh | aus FALTER 39/99 vom 29.09.1999

Zwei Ansätze lassen sich in der bildenden Kunst unterscheiden: Einerseits gibt es die "Ausstellungskunst", die die Repräsentations- und Eventware für die Institutionen und Verkaufshäuser liefert. Andererseits gibt es die "Arbeitsgruppenkunst". Letztere stammt von künstlerischen Produzenten, die einzeln oder kollektiv als Saisonarbeiter der Kulturindustrie weniger Werke als Diskussionen produzieren. Während die "Ausstellungskunst" in letzter Zeit einen enormen Boom erlebt - die Besucherzahlen und Präsentationsflächen wachsen beständig -, ist es um zweitere Position - "Kunst als experimentelles Diskursfeld" - relativ still geworden. Es ist sogar zu befürchten, dass sich dieser Trend durch die angekündigte Umschichtung des Budgets der Bundeskunstkuratoren noch weiter verstärken wird.

Einer der wenigen verdienstvollen Orte, an denen Kunst als transitive Laborsituation noch gefördert wird, ist der steirische herbst. Heuer werden es über 800 Künstler sein, die bis zum 24. Oktober


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