Millennium-Halle

Jahreswechsel Seit Sommer steht am Ende der inneren Mariahilfer Straße das "Millennium-Zelt". So richtig glücken will die Budenstadt nicht.

Stadtleben | Christopher Wurmdobler | aus FALTER 39/99 vom 29.09.1999

London swingt, Paris ist schick - aber Millennium feiere ich in Wien": So könnte es in Anlehnung an einen Werbespruch der heimischen Textilwirtschaft heißen. London baut am Millennium-Dome, Paris tüftelt an einer riesenhaften Millennium-Uhr - Wien hat das Millennium-Zelt. Seit Juli steht es am toten Ende der inneren Mariahilfer Straße auf dem zugigen Gelände zwischen Europaplatz und Stumpergasse: ein riesiges Zelt, umrahmt von Bretterhütteln. In den Hütteln gibts Ramsch aus Fernost, im Zelt Gratis-Internet, Fußball-Liveübertragungen und Gastronomie. Als größte Attraktion zählt eine Digitaluhr die Sekunden bis zum Jahr 2000: Millennium made in Vienna?

"Der Platz ist ein Provisorium, mir geht es darum, ihn ins Gespräch zu bringen", meint Mariahilfs Bezirksvorsteher Erich Achleitner über den Belebungsversuch. Seit vor neun Jahren die Architekten Coop Himmelb(l)au dort ihr Projekt "Stehender und liegender Turm" geplant hätten, sei nichts geschehen. "Ich erwarte mir endlich eine


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