"Komm, lass dich drücken!"

Liberale Nach dem Debakel bei den Nationalratswahlen gibt Heide Schmidt auf. Die Grande Dame der Liberalen wird nach der Jahrtausendwende als Parteichefin zurücktreten. Trotzdem soll das LIF weiterbestehen.

Politik | Gerald John | aus FALTER 40/99 vom 06.10.1999

Es ist kein gutes Zeichen, wenn sich Parteimitarbeiter auf Wahlveranstaltungen im Imperfekt vorstellen. "Ich bin ... äh ... war Mitarbeiterin im liberalen Klub", sagt eine, deren parlamentarische Karriere soeben zu Ende gegangen ist. Heide Schmidt hingegen spricht nach dem Debakel bei den Nationalratswahlen immer noch in der Gegenwart. Noch. Denn am Montag nach der traurigen Wahlnacht entschied sich die Parteichefin zum Rücktritt auf Raten.

Mit 3,4 Prozent hatte das LIF klar den Wiedereinzug ins Parlament verpasst. Das war selbst für die Rückschläge gewohnte Heide Schmidt zu viel. Zwar sieht sie nach wie vor noch Nährboden für ihre Ideen. "Das liberale Projekt ist nicht gescheitert", behauptet Schmidt. In der Marathonsitzung des blassblauen Präsidiums am Montag insistierte die Parteigründerin aber dennoch nachdrücklich auf ihrem sofortigem Rücktritt - gegen den Widerstand vieler Parteifreunde. Das Flehen der Kollegen ist nicht weiter verwunderlich: Schließlich wählten - Niederlage


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