Rot-grünes Zwickerbussi

Stadtpolitik Die hohen Verluste in Wien geben der SPÖ zu denken. Suchen Häupl & Co. ihr Heil künftig in einer rot-grünen Koalition?

Politik | Gerald John und Patrik Volf | aus FALTER 40/99 vom 06.10.1999

Puh!", lacht Peter Pilz erleichtert, als er Johannes Voggenhuber um den Hals fällt: "Im Häfn wäre das ja nicht so toll gewesen." Der Geherzte kann da nicht widersprechen: "Vor allem für die Wärter", scherzt Voggenhuber: "Man stelle sich das Lamento vor: ,Geh, naa, da Pilz ist schon wieder im Hungerstreik!'" Worauf die beiden sonntags Abend im Siegesrausch anspielen: Pilz droht wegen seiner Bauskandal-Aktivitäten immer noch eine Verurteilung infolge einer Hundertmillionenklage der Baufirma Teerag-Asdag.

Die Chance auf Pilz' persönlichen Ruin sind seit letztem Sonntag gesunken. Für die nächsten vier Jahre ist der grüne Chefaufdecker dank des grünen Wahlerfolges nicht nur mit parlamentarischer Immunität, sondern auch einem Abgeordnetengehalt gesegnet. Alle scheinen sich darüber zu freuen. Pilz selbst, weil er einen aufwendigen Persönlichkeitswahlkampf führte und mit knapp 10.000 Vorzugsstimmen wienweit die meisten davon abräumte. Bürgermeister Michael Häupl, weil er seinen


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