"Du Bimboschlampe"

Polizeiskandal Bei einer Hausdurchsuchung sollen Kriminalbeamte eine unschuldige Frau schwer verletzt und rassistisch beschimpft haben. Die Wohnung wurde verwüstet. Die Beamten versehen weiter Dienst.

Politik | Florian Klenk | aus FALTER 40/99 vom 06.10.1999

Neger zuerst hauen, dann nach dem Ausweis fragen", soll ein Polizeimajor seinen Schützlingen im Unterricht empfohlen haben. Dafür wurde er versetzt. In Hernals dürften solche Apelle in die Tat umgesetzt worden sein. Ergebnis: Eine Schwerverletzte, eine verwüstete Wohnung, und schwere rassistische Beschimpfungen. Keine Versetzung.

Stimmen die Vorwürfe, die die Geschäftsfrau B. gegen Beamte des Kommissariats Wattgasse erhebt, dann könnte sich eine "Hausdurchsuchung" in der Sautergasse zu einem der grössten Polizeiskandale Wiens auswachsen. Die Staatsanwaltschaft ermittelt. Polizeipräsident Peter Stiedl will "keine Stellungnahme" abgeben.

Als Frau B. vergangenen Mittwoch mit Herrn S., ihrem farbigen Mann, in der Küche ein Fondue zubereitet, läutet es. Frau B. geht zur Türe und blickt durchs Guckloch. "Einen Moment bitte!", sagt sie, ehe sie die Tür öffnen will. Im selben Moment donnert der Beamte schon mit einem Metall-Rammbock gegen die Türe. "Mach doch auf, die Polizei!", schreit


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