Kommentar: Bleiben Sie cool, Herr Bachler!

Wolfgang Kralicek | Kultur | aus FALTER 40/99 vom 06.10.1999

Im Burgtheater gibt es jetzt nicht nur neue Schauspieler, neue Regisseure, eine neue Buchhandlung, neue Programmhefte und neue Eintrittspreise, sondern auch eine neue Medienpolitik. Hatte Claus Peymann seine starken Ansagen auf Pressekonferenzen und in strategisch platzierten Interviews in befreundeten Medien (vornehmlich aus der News-Gruppe) lanciert, so setzt sein Nachfolger Klaus Bachler auf flächendeckendes Bombardement.

In den hektischen Wochen vor dem Saisonstart gab der neue Burgtheaterdirektor beinahe im Stundentakt Interviews, in denen er darauf hinwies, dass es nun hauptsächlich darauf ankommen solle, was auf der Bühne passiert, und nicht darauf, was der Direktor sagt. Hatten Reporter bei Peymann oft jahrelang vergeblich auf eine Audienz gewartet, so verhält es sich jetzt nachgerade umgekehrt. Die Direktion ruft bei Journalisten an, warum in ihrem Blatt denn noch kein Bachler-Interview erschienen sei; und Kritiker, die von den ersten Premieren nicht begeistert waren, bekommen

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