Der Unzertrennliche

Theater Der Sparverein Die Unzertrennlichen war jahrelang der einzige Spaß in der Stadt. Jetzt wird er feierlich aufgelöst. Ein Gespräch mit Obmann Kurt Palm über Laien- und Burgtheater, über das Leben als Hürdenlauf, über Winnetous Tod und Essen mit Adalbert Stifter.

Wolfgang Kralicek und Klaus Taschwer | Kultur | aus FALTER 40/99 vom 06.10.1999

Die meisten Menschen, die Kurt Palm kennen, kennen ihn als "den Regisseur" aus der "Nette Leit Show". Bei der Kult-Talkshow mit Hermes Phettberg führte Palm nicht nur Regie, er stand auch in ständigem telefonischem Kontakt mit dem Talkmaster. Die Anrufe waren einerseits ein hübscher Running Gag und dienten andererseits dazu, den Regisseur - der bei Talkshows üblicherweise im Hintergrund bleibt - ins Spiel zu bringen.

Gespür für publikumswirksame Inszenierungen und ein gesundes Maß an Selbstdarstellung sind für die Karriere von Kurt Palm charakteristisch. Der 44-jährige Oberösterreicher studierte in Salzburg Germanistik, dissertierte über den "Brecht-Boykott" in Österreich, war als Dramaturg am Berliner Ensemble und für einige Monate auch an Claus Peymanns Burgtheater engagiert - ehe er dem Staatstheaterbetrieb entnervt den Rücken kehrte und 1989 den Sparverein Die Unzertrennlichen ins Leben rief. Mit dem Sparverein veranstaltete Palm kleine Festivals ("Der einzige Spaß in

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