Sprengt die Moderne!

Musik Erstmals will die Minimal-Music-Truppe Icebreaker auch in Wien das Establishment der E-Musik-Moderne aufbrechen: kein Grund zum Fürchten.

Carsten Fastner | Kultur | aus FALTER 40/99 vom 06.10.1999

Wie die Sex Pistols zur traditionellen Rockmusik, so wollen sie sich zum "E-Musik-Establishment" verhalten: Icebreaker, eine "E-Musik-Band" von 16 englischen und amerikanischen Musikern, will "Musik mit Saft und Kraft" spielen. Der Name soll Programm sein, und wem das noch nicht deutlich genug ist, der kriegt in Manifesten der Gruppe noch markigere Sprüche geboten: Von der "symbolischen Sprengung einer eingefrorenen E-Musik-Moderne" ist da die Rede und von der "Eroberung neuen ästhetischen Terrains jenseits der Eisberge einer erstarrten akademischen Avantgarde".

Ganz so revolutionär, wie es ihre angriffslustigen Ankündigungen vermuten lassen, fallen die musikalischen Ergebnisse der Gruppe dann aber doch nicht aus. Zur "Sonne im Planetensystem Icebreaker" kürten die Musiker den niederländischen Minimal-Music-Komponisten Louis Andriessen, um den Satelliten wie Gavin Bryars, David Lang oder Michael Gordon kreisen, die auch im Kosmos des vergleichbaren Ensembles Bang On A Can keine Unbekannten

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