Vorsicht, Volksoper!

Musiktheater Nach zwei Eröffnungsevents der anderen Art folgt mit Walter Braunfels' Oper "Die Vögel" nun die wirklich echte erste Premiere des neuen Volksoperndirektors Dominique Mentha. Mit dem "Falter" sprach der innovationswillige Schweizer über Operetten und andere Wiener Spezialitäten.

Kultur | Carsten Fastner | aus FALTER 40/99 vom 06.10.1999

Wiener Veranstaltungsstättengesetz, Paragraph 4, Abs. 3: "Als Hauptverkehrswege dienende überdeckte Durchgänge (...) müssen eine Mindesthöhe von 2,20 m haben." Bei der Stiege, die von Dominique Menthas Direktionsbüro im dritten Stock der Volksoper hinab ins Pausenfoyer führt, schränken Vorsprünge diese Mindesthöhe über die zulässige Toleranzgrenze von zehn Zentimetern hinaus ein - die Baupolizei verordnete Warnbemalung. Doch statt des gängigen rot-weißen Streifenmusters entschied sich Mentha für eine rot-graue Aufschrift: "Vorsicht Volksoper Wien!"

Seit 1. September leitet der 1955 in Bern geborene Mentha Wiens zweites Opernhaus. Zuvor sorgte er als Intendant des Tiroler Landestheaters in Innsbruck für einigen Aufruhr - und den will er nun auch nach Wien tragen: Mit der Veranstaltung eines Operetten-Kongresses gleich zu Beginn seiner Amtszeit machte Mentha seine Lust auf Dialog und Diskussion deutlich; mit klaren dramaturgischen Konzepten und einem knalligen, sprachorientierten


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