"Mich freut die Fotografie"

Jubiläum Vergangenen Samstag feierte der Fotograf Franz Hubmann seinen 85. Geburtstag. Vor seiner Kamera standen bereits Persönlichkeiten wie Picasso, Chagall, Qualtinger, Oskar Werner und so gut wie alle heute etablierten Architekten.

Sigrid Neudecker | Stadtleben | aus FALTER 40/99 vom 06.10.1999

Ein gutes Bild muss nicht scharf sein", findet Franz Hubmann. Und geblitzt wird bei ihm prinzipiell nicht, auch nicht nachts: "Ich hab eine ruhige Hand." Trotz eines bereits bemerkenswerten Alters von 85 Jahren.

Wenn es einen fotografischen Chronisten des europäischen Kulturlebens gibt, dann heißt der wohl Franz Hubmann. Seit knapp fünfzig Jahren dokumentiert der gelernte Textiltechniker Österreich im Großen und Ganzen, Wien im Speziellen sowie europäische Künstler, Schriftsteller und Schauspieler im Porträt. Nach seiner Ausbildung an der Grafischen Lehr- und Versuchsanstalt baute er das Bildarchiv der neugegründeten Österreichischen Fremdenverkehrswerbung auf und fotografierte dafür "Wiesen und Wälder", bevor er von 1954 bis 1962 Bildredakteur und erster Fotograf der Fotozeitschrift magnum war. Bei diversen Paris-Besuchen fotografierte er damals Künstler von Picasso über Chagall bis zu Max Ernst, in den Jahren danach Beuys, Warhol und Cartier-Bresson.

In der österreichischen

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