Sideorders: Selbergebraut

Stadtleben | aus FALTER 40/99 vom 06.10.1999

In Amerika haben sich Micro-Breweries, Gasthofbrauereien mit stark individuell geprägten Bieren, in den letzten Jahren einen unglaublichen Kultstatus erbraut. Was angesichts der megafaden Biere dort zu verstehen ist, zur Erklärung aber nicht ausreicht: Neben Edelbieren setzt man nämlich auch auf interessantes Essen und cooles Design. Letztere beiden Punkte haben hiesige Bräu-Betreiber noch nicht wirklich begriffen, ihr Geschäft geht aber trotz materialisierter Bierzeltatmo gut.

Fischer-Bräu, 19., Billrothstr. 17, Tel. 369 59 49, tägl. 16-1 Uhr.

Klassiker in jeder Hinsicht, prägte sowohl Design als auch Speisekarte dieser Lokal-Kategorie, beides mittlerweile etwas überholt. Braut ein einziges Bier, und das ist gut.

Nussdorfer Bräu, 19., Heiligenstädterstr. 205, Tel. 37 21 07, tägl. 16-23 Uhr.

Kleinbrauerei mit angeschlossenem Gasthaus. Die Biere sind interessant, das Lokal leider nicht.

Siebenstern Bräu, 7., Siebensterng. 19, Tel. 523 86 97, tägl. 11-1 Uhr.

Traditionsgasthaus, mit vielen Zgonc-Millionen zum Erlebnis-Bräu umgewandelt. Spezialitäten wie Chili- oder Vollmondbier, Ambiente und Essen schwer dem Klischee verhaftet.

Salm Bräu, 3., Rennweg 8, Tel. 799 59 92, tägl. 11-24 Uhr.

Biere gut, stimmungsvolles Ambiente im tiefen Keller, Essen sehr herkömmlich.

Medl Bräu, 14., Linzer Str. 275, Tel. 914 43 40, Mo-Sa 16-24 Uhr.

Gasthofbrauerei eines der ersten Lottomillionäre im Lande. Skihüttenatmo, Biere okay, Essen siehe Skihütte.

Wieden Bräu, 4., Waagg. 5, Tel. 586 03 00, Mo-Fr 11.30-3 Uhr.

Archetyp des heimischen Verständnisses von Bierkultur: schwere Tische, große Schnitzel, Lampen aus Messing.


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