Liebe Leserin, lieber Leser!

Vorwort | Armin Thurnher | aus FALTER 41/99 vom 13.10.1999

Wolfgang Kralicek wird geschätzt für extra trockene Statements. Befragt, was es über sein Gespräch mit Georg Danzer zu melden gebe, versetzte er sardonisch: "Nichts." Und auf Nachfrage: "Er hat eine neue Platte gemacht, ich habe ihn interviewt." Immerhin, so stellt sich heraus, entdeckte er, dass Danzer und Franz Schuh gemeinsam in der Mittelschule Diefenbachgasse gewesen sind; einander freundlich gesinnt, hatten sie sich später aus den Augen verloren. In diesem Falter finden sich beide. Schuh im Interview zur Lage nach der Wendewahl: "Unter keinen Umständen darf man sich vor die Wahl zwischen Anpassung oder Resignation stellen lassen", sagt er, der lieber Proust läse, als derart Stellung zu beziehen.

Die Zeiten aber sind unruhig. Seltsames tut sich. Zum Beispiel leben zwei Frauen in einem Grätzl; die eine kümmert sich um junge Schwarze, die andere bespitzelt und fotografiert sie. Nina Weißensteiner und Florian Klenk schildern in ihrer feinen Reportage dieses Drama aus Favoriten.


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