Wienzeug

Politik | aus FALTER 41/99 vom 13.10.1999

Lovara auf der Hellerwiese Nur wenige Wiener kennen den kleinen Belgradplatz in Favoriten. Und noch viel weniger wissen, dass die Fläche einst, bevor sie zugebaut wurde, Hellerwiese hieß. Jahrzehntelang diente die Hellerwiese den Lovara, einem Roma-Clan, als Rastplatz auf dem Weg in den Süden. Bis zum Jahr 1941. Da kam die Gestapo und schickte die rund 200 Männer, Frauen und Kinder fast ausnahmslos in den Tod. Der heute 72-jährige Mongo Stojka war einer von sechs Überlebenden. Er wünschte sich sehnlichst, dass zur Erinnerung an die Lovara am Belgradplatz eine Rote Kastanie gepflanzt werde. Der Bezirkskulturverein Kulturraum 10 und die Favoritner Grünen erfüllten Stojka nun diesen Wunsch. Im Beisein von Bürgermeister Michael Häupl wurde am 11. Oktober am Belgradplatz ein zartes Bäumchen gepflanzt. Auf dass eine stolze Kastanie daraus werde.

1000 Tage Urban Das Projekt zählt zu den ersten Spuren, die das gemeinsame Europa in Wien hinterließ - und zu den auffälligsten. Unmittelbar


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