"Das Leben ist hart genug"

Österreich Der "Falter" sprach mit dem Schriftsteller, Essayisten und Literaturkritiker Franz Schuh über die drohende schwarz-blaue Wende, über die Fehler der Sozialdemokratie, über lähmende Konfliktlosigkeit und lähmende Konflikte sowie die Wahl des richtigen Schuhwerks.

Kultur | Klaus Nüchtern und Armin Thurnher | aus FALTER 41/99 vom 13.10.1999

Franz Schuh ist nicht unbedingt jemand, der in die publizistische Öffentlichkeit drängt. Von den Kommentarseiten hält er sich gerne fern, den Aufforderungen zur Beteiligung an Umfragen und Debatten kommt er zögerlich bis gar nicht nach. Dafür verhält sich die Qualität seiner Veröffentlichungen indirekt proportional zu deren Quantität. Im Interview will Schuh nicht als Literaturkritiker sprechen und nicht als Intellektueller und schon gar nicht als Intellektueller über die Intellektuellen. Also befragt ihn der "Falter" als "einfachen Staatsbürger" - wie das so schön heißt. Und über die Intellektuellen hat Citizen Schuh ja dann doch auch etwas zu sagen.

Falter: Es ist nicht unwahrscheinlich, dass es zu einer schwarz-blauen Regierung kommt. Was machen wir?

Franz Schuh: Ich will regiert werden, die Politik aus größter Ferne betrachten, mich vielleicht freiwillig engagieren, aber auf keinen Fall möchte ich mich engagieren müssen. Eine schwarz-blaue Koalition würde mich dazu


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