Ja zu a

Kabarett Ganz der Alte: Andreas Vitasek und sein neues Programm "Pscht!".

Kultur | Wolfgang Kralicek | aus FALTER 41/99 vom 13.10.1999

Es gibt Kabarettisten, die sind wie alte Freunde, die man irgendwie aus den Augen verloren hat: Man sieht sich nur noch alle heiligen Zeiten, aber wenn es so weit ist, macht das Wiedersehen Freude. Zugegeben, die Unterhaltung verläuft etwas einseitig. Der Kabarettist erzählt stundenlang, was ihm in den vergangenen Monaten so alles widerfahren ist und was ihm sonst noch so einfällt, während sein Gegenüber nur stumm dasitzt und froh ist, dass der alte Freund immer noch so witzig ist wie früher.

Andreas Vitasek, zum Beispiel. Ja: Vitasek, das Stricherl über dem "a" schreibt bloß kaum jemand. Seine alten Freunde wissen das jetzt, weil Vitasek am Beginn seines neuen Programms seinen Vater besucht, der auf dem Zentralfriedhof liegt. Frantisek Vitasek war nach dem Krieg aus der Tschechoslowakei nach Österreich geflüchtet - allerdings nicht aus politischen Gründen, sondern wegen einer Frau. Mit seinem Sohn hat er erstens wenig und zweitens nicht Tschechisch gesprochen, weshalb Andreas


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