Königskindertheater

Theater Es kracht wieder nicht: Silviu Purcarete inszeniert am Burgtheater die "Bakchen" nach Euripides.

Kultur | Wolfgang Kralicek | aus FALTER 41/99 vom 13.10.1999

Klick. Klick. Klick. Klick. Viermal hat Klaus "Auf der Bühne muss es krachen!" Bachler jetzt schon abgedrückt, aber so richtig gekracht hat es noch immer nicht. Zum Abschluss seiner Eröffnungsserie stand nun eine Tragödie auf dem Programm, in der das allen vier Stücken gemeinsame Thema - Erotik, Macht und Tod - in den Exzess getrieben wird: die "Bakchen" des Euripides in einer Nachdichtung von Raoul Schrott.

Der Plot ist ebenso leicht erzählt wie schwer zu begreifen. Der Gott Dionysos rächt ein an ihm und seiner Mutter begangenes Unrecht: Tante Agaue und alle anderen Frauen Thebens hat er mit Wahnsinn geschlagen und ins Gebirge getrieben, wo sie wie reißende Bestien hausen. Dionysos selbst hat Menschengestalt angenommen und ist mit seinen Bakchen in Theben angekommen, wo er von Agaues Sohn Pentheus höchst feindselig empfangen wird. Dennoch lässt sich der König überreden, sich zu den wilden Frauen in die Berge zu begeben - wo er von der eigenen Mutter, die ihn im Wahn mit einem


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