Härter als Blackmetal

Musik Auf ihrer Debüt-CD "Low Noon" entdecken Toxic Lounge die Brutalität der Gefühle.

Kultur | Walter Pontis | aus FALTER 41/99 vom 13.10.1999

Stellen Sie sich einmal vor, sie besitzen eine unbeschriftete Musikkassette mit TripHop-lastigen Songs, von der sie annehmen, sie stamme von einer schwedischen Formation. Sie genießen es, wenn diese unheimlich anmutenden Songs sie mit verführerischer Trance in eine andere Welt locken: "This is the day of coming home. A broken body, broken bones, an empty room, a broken phone." Die bedrohlich flüsternde Stimme wirkt wie eine Fortsetzung von Tricky. Doch offensichtlich wurde dieser Sänger durch weniger Echokammern geschickt - ohne dass die Ausweglosigkeit des Szenarios deswegen weniger beklemmend wirken würde.

Der Anteil relevanter heimischer Veröffentlichungen aus dem Alternative-Bereich fiel - im Vergleich zu Dance, elektronischer Musik und neuerdings auch HipHop - bislang desillusionierend aus. Umso erstaunlicher, dass das unbeschriftete Tape eben nicht aus Schweden, sondern von der Wiener Band Toxic Lounge stammt.

Christian Fuchs, Frontman von Fetish 69, gründete Toxic Lounge mit


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