"Jetzt ist mir leichter"

Musik Seit knapp 25 Jahren ist Georg Danzer in Wien als "Nackerter vom Hawelka" stadtbekannt. Auf seinem neuen Album gibt es nichts zu lachen: "Atemzüge" ist eine Platte wie eine Beichte.

Stadtleben | Wolfgang Kralicek | aus FALTER 41/99 vom 13.10.1999

"Er denkt, i sollt zum Rauchen aufhörn, In mein Alter war's jetzt langsam Zeit.

Doch gleichzeitig da g'spiat er, dass des Rauchen eam als anziges no g'freut."

Georg Danzer Wäre Georg Danzer nicht ein echter Gaudenzdorfer, sondern ein Indianer, hieße er vermutlich "Der in bunten Bildern spricht". Der Mann hat in seinem Leben schon so viele Lieder geschrieben, dass ihm das Formulieren von Metaphern in Fleisch und Blut übergegangen ist. Das Leben ist natürlich ein langer ruhiger Fluss, und mit Platten verhält es sich wie mit Steinen, die man an einem Strand aufsammelt. "Solange sie feucht sind und glänzen, sehen sie alle toll aus. Aber wenn du sie dann mit nach Hause nimmst, stellen sich einige als uninteressant heraus, sobald sie den Glanz der Feuchtigkeit verlieren."

Das neue, 31. Danzer-Album heißt "Atemzüge" und gehört - um im Bild zu bleiben - zu jenen Exemplaren seiner Steinesammlung, die auch trocken nicht allzu sehr an Glanz verlieren werden. Nach einer Serie mittelmäßiger


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