"Alles Verbrecher"

Polizei Zwei Hausdurchsuchungen in zehn Tagen. Keine Drogen, eine Schwerverletzte, schwerste Vorwürfe. Dem "Falter" liegt nun erstmals ein kompletter Polizeiakt einer Razzia im Rahmen der "Operation Spring" vor. Chronologie einer Fahndung am grundrechtlichen Abgrund.

Politik | Florian Klenk | aus FALTER 42/99 vom 20.10.1999

An der Tür klebt eine Comic-Ratte. In einer Sprechblase sagt sie: "Alles Verbrecher!" Wer diese Türe aufstößt, gelangt in das Büro des Georg Rabensteiner. Er ist Major des Kommissariats Wattgasse. Der Kriminalist in Cowboystiefeln und mit Dreitagesbart ist ein Fan amerikanischer Police Departments. In seinem Büro prangen amerikanische Wappen.

Rabensteiner kämpft gegen Drogendealer. Angeblich sehr erfolgreich. Unter seiner Leitung wurden bei mehreren Razzien im Rahmen der "Operation Spring" Drogen sichergestellt und verdächtige Afrikaner verhaftet.

Wie sieht so eine Razzia aus? Ein dem Falter vorliegender Akt über eine Hausdurchsuchung einer Wohnung in der Hernalser Sautergasse zeigt nun, wie Rabensteiner und Co. in ihrer Alltagsarbeit gegen Afrikaner ermitteln. Es ist der Polizeiakt jener Amtshandlung, in der eine Frau als "Bimboschlampe" und "Negerhure" beschimpft und verletzt wurde (der Falter berichtete). Er zeigt, wie die Polizei im Kampf gegen das "organisierte Verbrechen"


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