Wie gehts, altes Haus?

Film "The Haunting", Jan De Bonts farbenfrohes Remake eines schwarz-weißen Horrorklassikers, bietet geistloses Gepolter und schauderhafte Computertricks.

Drehli Robnik | Kultur | aus FALTER 42/99 vom 20.10.1999

Wenn Vergangenes nicht ruhen kann, sondern zwanghaft wiederbelebt wird, so hat das viele Namen: Geht es um die Anwesenheit von Unwesen in alten Häusern, dann nennt man das einen Spuk. In der Filmbranche heißt es Remake-Seuche. Die Psychologie bezeichnet es als Trauma, wenn etwa schmerzliche Kindheitserlebnisse stets neu durchlitten werden. Dagegen spricht man beim obsessiven Wiedererleben heiterer, konsumkulturell geprägter Kindheitsmomente vom Wickieslimepaiper-Syndrom.

Menschen aus der Fernsehgeneration der Siebzigerjahre, die vom Spuk unbewältigter alter Songs, Spielwaren und TV-Serien heimgesucht werden, können ihr Leiden durch rituelle Kollektivierung in diversen Nostalgie-Communities lindern. Allein gelassen werden diese Leute hingegen mit den hartnäckigen Nachbildern aus Gruselfilmen, die sie als Kind im Patschenkino gesehen haben: Es gibt keine Retro-Therapiegruppen, in denen man von alten Filmen erzählen dürfte, die man sich noch immer nicht allein anschauen kann. Gäbe

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