Ausweitung der Kunstzone

Kunst Zwischen Museumsquartier und Karlsplatz wächst derzeit ein enormes Ausstellungsviertel heran. Jüngstes Indiz dafür: die gemeinsame Eröffnung von drei neuen Galerien in der Eschenbachgasse.

Vitus H.Weh | Kultur | aus FALTER 42/99 vom 20.10.1999

Stellen Sie sich vor, die Optiker der Stadt wären alle in einem einzigen Viertel vereint; oder die Hutmacher: alle in einer Straße. Was bei den meisten Berufssparten ruinös wäre, spielt sich derzeit gerade bei der Kunst ab: Die Achse der Zukunft wird vom Museumsquartier über die Akademie der bildenden Künste, die Secession, die Kunsthalle und das Künstlerhaus am Karlsplatz bis zur Generali Foundation in der Wiedner Hauptstraße verlaufen. Aufgefüllt wird diese Rennstrecke für Kunstinteressierte von Lokalen und Cafes, vom kulinarischen Basar des Naschmarkts und vor allem von Galerien.

Für die Kunst hat solch eine Konzentration viele Vorteile, schließlich lebt sie gerade aus der direkten Konkurrenz und dem Vergleich widerstreitender Positionen. Nachdem sich im Freihausviertel schon einige junge Kunsthändler und Initiativen zusammengerottet haben (Trabant, Schikaneder, Point of Sale, Georg Kargl, Kerstin Engholm, Christine König), ist nun das Viertel zwischen Kunsthistorischem

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