"Ohne Medien gibts mi ned"

Comeback Tony Wegas meldet sich mit einem autobiografischen Buch zurück und will auch seine musikalische Karriere fortsetzen. Der "Falter" sprach mit ihm über das Dasein als Schlagerfuzzi, über seine Drogenexzesse, die Zeit im Gefängnis und die Beatles.

Stadtleben | Klaus Nüchtern | aus FALTER 42/99 vom 20.10.1999

Vermutlich ist Tony Wegas genau das, was man in Wien einen "Hallodri" nennt. Einer, der der klassischen Trias "Wein, Weib und Gesang" nicht wirklich abgeneigt ist, den Wein aber im Laufe seiner jäh unterbrochenen Karriere durch den Konsum nicht ganz so legaler Drogen ersetzte - und zwar in rauhen Mengen. Mit seinem autobiografischen Buch, das sein Ex-Therapeut und nunmehriger Manager Andreas Mauerer auf der Grundlage zahlreicher auf Tonband aufgezeichneter Gespräche kompilierte, gibt Tony Wegas Auskunft über seine Karriere als Musiker, Frauenheld und Süchtiger.

Nicht nur im Gefängnis wird da die Schmutzwäsche gewaschen, und der interessierte Leser, die interessierte Leserin muss das eine oder andere deftige Detail nicht missen. Dennoch ist das Buch mit dem - im übrigen ganz hervorragenden - Titel "Nüchtern betrachtet" weder Abrechnung noch zerknirschte Konfession. Aus naturgemäß subjektiver Sicht - und mit Interviews mit Verwandten, Freunden und Prominenten ergänzt - wird gezeigt,


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