Egon Erwin würde es freuen

Neues Lokal Zwischen Mariahilfer Straße und dem Haus des Meeres versteckt, eröffnete eine der bemerkenswertesten Wiener Brötchen-Manufakturen.

Stadtleben | Florian Holzer | aus FALTER 42/99 vom 20.10.1999

Wenn sie Zwiebel schneidet, setzt Eugenie Ekhart eine rosa Taucherbrille auf. In der "Faktorei" geht das. Bevor sie mit ihrem Freund Walther Gelmini das kleine, versteckte Lokal in der Nelkengasse übernahm und die beiden beschlossen, ihr Kochtalent mit seinen Erfahrungen im Handel mit biologischen Lebensmitteln zu einer Sache zu machen, verdiente sie ihr Geld im Anlagenbau, wo rosa Taucherbrillen vergleichsweise selten zur Anwendung kommen.

Mehrere Monate hätten sie probiert, experimentiert, umgebaut und geübt, erzählt Walther Gelmini, mit biologisch hergestellten Produkten zu arbeiten war das Ziel, Kompromisse ließen sich aus Kostengründen nicht immer vermeiden, bedauert er. Mittlerweile sei er sich aber sicher, mit seinen Brötchen an die Öffentlichkeit treten zu können. Wobei ihnen mit ihren "Kischs" (Gelmini: "Nachdem gleich am ersten Tag jemand so eine ,Kwiche' bestellt hat, beschloss ich die streamlinigere Schreibweise") tatsächlich ein großer Wurf gelungen zu sein scheint:


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