"Eine Frechheit"

Asyl Ein internes Papier zur Asylpolitik sorgt für Aufregung: Das Innenministerium sieht NGOs als Störenfriede an. Sie seien "weniger an der Lösung als vielmehr an der Schaffung von Problemen interessiert".

Politik | Florian Klenk | aus FALTER 43/99 vom 27.10.1999

Soll die Betreuung minderjähriger Flüchtlinge in Hinkunft ohne die Mitwirkung von NGOs (etwa SOS Mitmensch, Caritas und Asyl in Not) erfolgen? Ein soeben aufgetauchtes Papier zum Thema "Aufnahme und Betreuung unbegleiteter minderjähriger Asylwerber" legt diesen Schluss nahe und sorgt für Empörung. Wörtlich heißt es in dem vom liberalen Integrationssprecher Marco Smoliner der Öffentlichkeit zugänglich gemachten Papier der "Verbindungsstelle der Bundesländer": "NGOs sind weniger an der Lösung, sondern vielmehr an der Schaffung von Problemen interessiert". Die Empörung der freiwilligen Helfer blieb nicht aus: "Eine Frechheit", zürnt SOS-Mitmensch-Sprecher Max Koch. Beim UNO-Flüchtlingshochkommissariat gibt sich Sprecherin Melita Sunjic diplomatisch "verwundert".

Was war geschehen? Am 21. Juli fand bei der "Verbindungsstelle der Bundesländer" im Amt der niederösterreichischen Landesregierung ein Expertentreffen statt. Thema: Die Betreuung von minderjährigen Flüchtlingen. Immer


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige