Wienzeug

Politik | aus FALTER 43/99 vom 27.10.1999

Kein Sündenbock Ute Bock, Leiterin des Gesellenheims Zohmanngasse, wird nun doch kein Disziplinarverfahren angehängt. Die 59-jährige Heimleiterin, die von ihren Schützlingen wegen ihres Engagements liebevoll Mama genannt wurde, bekam größte Probleme, weil nach einer Drogenrazzia kurz vor den Wahlen öffentlich bekannt wurde, dass sie entgegen dienstlicher Anweisungen illegale Afrikaner bei sich untergebracht hatte. Die Flüchtlinge stehen nun im Verdacht, im Heim mit Drogen gehandelt zu haben. Ute Bock geriet plötzlich zum Sündenbock, weil sie sich weigerte, Menschen auf die Straße zu setzen. Das Jugendamt (MA 11), das zwar von den illegalen Afrikanern seit Monaten wusste, ließ Ute Bock nach der Razzia im Regen stehen. Frau Bock wurde auf Zwangsurlaub geschickt und musste sich im Heim verstecken, da sie keine eigene Wohnung hat. Nach medialen Protesten und öffentlichem Aufschrei, Frau Bock nicht zum Symbol gescheiterter Asylpolitik zu machen, zeigte Sozialstadträtin Laska nun


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