Was war

Politik | aus FALTER 43/99 vom 27.10.1999

Schwarz-blaue Allianz Unerwartete Allianzen bilden sich oft in Nachwahlzeiten. In die Regierung wollen sie nicht miteinander, aber wenn es ums Geld geht, findet man schnell einen gemeinsamen Nenner. So konfrontierten die beiden ÖVP-nahen Manager Claus Raidl (Böhler-Uddeholm), Peter Strahammer (VA Stahl) und Thomas Prinzhorn (Hamburger AG und FPÖ) die nach der Affäre um den Präsidenten Leopold Maderthaner krisengeschüttelte Wirtschaftskammer mit der Forderung nach Beitragssenkung. 40 Prozent weniger als bisher und einen Abbau der Wirtschaftskammerverwaltung fordern die Wirtschaftskapitäne. Sollten die Standesvertreter nicht einlenken, will das Trio bei den Kammerwahlen im Frühjahr mit einer eigenen Liste kandidieren.

Was kommt Neue Nationalratspräsidenten Politischer Wirbel, wie bei der Kür des FPÖ-Professors Wilhelm Brauneder vor vier Jahren, ist nicht zu erwarten. Wenn am 29. Oktober anlässlich der ersten Nationalratssitzung der neuen Legislaturperiode die drei Nationalratspräsidenten gewählt werden, können sich die drei Kandidaten ihrer Sache sicher sein. Die Nummer eins ist eine Bank: Heinz Fischer von der SPÖ soll wieder Nationalratspräsident werden. Auch die Präsidenten zwei und drei, Thomas Prinzhorn (FPÖ) und Andreas Khol (ÖVP) müssen wohl kaum zittern. Nur Grünen-Chef Alexander Van der Bellen will mit Eva Lichtenberger eine Kandidatin gegen Prinzhorn stellen, hat aber keine Verbündeten.

Was fehlt Papstaudienz für Haider Er würde dem Heiligen Vater so gerne den Ring küssen - nur hat Johannes Paul keine Zeit. Zumindest nicht für Jörg Haider. Die heiß ersehnte Audienz des FPÖ-Chefs beim Papst - sie war zuletzt für Dezember angesetzt - wurde dem Vernehmen nach zum wiederholten Mal verschoben. Ursache: Kärnten wird dieses Jahr nicht wie erhofft den Christbaum des Papstes spenden. Die nächste Chance hat der fromme Landeshauptmann im neuen Jahrtausend.


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