Dolm der Woche: Hans Mayr

Politik | aus FALTER 43/99 vom 27.10.1999

Der alte Mann und die Politik. Hans Mayr, ehemaliger Wiener Finanzstadtrat und SP-Chef, weiß, wo es für seine Partei lang geht: Öffnung für Neues. Schließlich müsse man aus dem Wahlergebnis lernen, so Mayr im profil - etwa, "dass die Menschen das Ausländerthema betrifft". Und der Ex-Stadtrat würde gleich vieles anders machen: "Den Spaß, Menschen einzubürgern, die weder deutsche Sprache noch die Grundsätze unserer Geschichte kennen, können wir uns nicht mehr leisten." Kein Wunder, wenn er daher die FPÖ für prinzipiell regierungsfähig hält. Sie kokettiere zwar immer wieder "mit dem nationalen Eck", aber: "Irgendwann muss mit den Vorwürfen einmal Schluss sein. Ich kann nicht über die Generationen die Frage von Schuld und Sühne stellen. Da muss man einen Schlussstrich ziehen." Wie war das noch einmal mit den Grundsätzen der eigenen Geschichte, die die Einzubürgernden lernen sollen?


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige