Kleine Monster

Shopping Halloween, bekannt aus US-Fernsehserien, wird auch hierzulande immer wichtiger. Industrie und Handel ziehen nach.

Christopher Wurmdobler | Stadtleben | aus FALTER 43/99 vom 27.10.1999

Roseanne spielt mit ihrer Familie Splatterfilme nach, Ellen seziert pingelig Kürbisse, und Cartman läuft geschmackloserweise als Hitler verkleidet durch "Southpark": Halloween-Folgen sind die absoluten Höhepunkte jeder Soap-Season.

Seit ein paar Jahren gewinnt das Horrordatum 31. Oktober auch hierzulande an Bedeutung. Bermuda-Dreieck, U4 oder das Beisl am Eck stehen dann ganz im Zeichen des ausgehöhlten Kürbisses und des ausgedachten Horrors. In den Geschäften gibt es spezielle Grusel-Süßigkeiten und in einigen Gegenden der Stadt sollen im vergangenen Jahr bereits kostümierte Kinderhorden ihr Unwesen getrieben und ahnungslose Nachbarn mit dem Spruch "Trick or Treat" erpresst haben. Nur Serien-Helden wissen, wie man die kleinen Monster wieder los wird: Schoko schenken.

"Halloween ist ja nicht irgendein aufgesetzter Brauch wie Vatertag", meint Erich Teufel, als Milka-Pressesprecher sehr daran interessiert, dass am 31.10. möglichst viel um Süßes gebettelt wird. Das Fest sei stimmig,

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