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Vorwort | Klaus Nüchtern | aus FALTER 44/99 vom 03.11.1999

Der Obmann der Freiheitlichen Partei redet viel. Über viele seiner Aussagen wird hernach viel geredet: Weiß der Mann denn überhaupt, was er redet? Am letzten Oktober-Donnerstag etwa war Jörg Haider in der "ZIB 2" zu Gast und wurde u.a. auf ein offenbar zu kritisch geführtes, ergo von ihm nicht autorisiertes Falter-Interview angesprochen, in dem ihn Florian Klenk und Nina Weißensteiner auch die Frage stellten, warum er zu den verabscheuungswürdigsten Gestalten der Geschichte zwar Stalin und Churchill, nicht aber Hitler zähle. Haiders Antwort in der "ZIB 2": "Dieses Interview gibt es überhaupt nicht, es ist eine reine Erfindung. Darauf lege ich Wert, es ist nicht bestätigt."

Es gibt einen Aufsatz des amerikanischen Philosophen Stanley Cavell, der den schönen Titel trägt: "Must we mean what we say?". Nun ist Jörg "ordentliche Beschäftigungspolitik" Haider alt und erfahren genug, um zu wissen, was ihm da von den Lippen träufelt. Der freiheitliche Häuptling spricht jedenfalls


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