Wurzel des Rassismus

Kommentar Die Freiheitlichen machen lösbare Konflikte künstlich zu unlösbaren Identitätskonflikten und bedrohen damit die Demokratie.

Isolde Charim | Vorwort | aus FALTER 44/99 vom 03.11.1999

Letzte Woche hat sich die neu gegründete Plattform "Demokratische Offensive" erstmals der Öffentlichkeit präsentiert. Aufgrund ihres Slogans ("Keine Koalition mit dem Rassismus"!) und der Ausrichtung ihrer Bewegung wurde sie mit einem Einwand konfrontiert, den es tatsächlich zu bedenken gilt.

Ein italienischer Journalist stellte die Frage, ob der Antirassismus angesichts des Wahlerfolges der Freiheitlichen nicht zu kurz greifen würde. Reduziert man damit nicht ein viel umfassenderes politisches und soziales Problem? Kurz: Ist der Rassismus tatsächlich das zentrale und effektivste Moment der Freiheitlichen - und somit das wesentlichste Ziel ihrer Gegner?

Wenn Rassismus ein Teil dieser Politik wäre, der neben anderen bestehen würde, dann wäre dieser Einwand richtig. Das aber hieße, Rassismus kurzsichtig nur dort wahrzunehmen, wo er plakativ auftritt. Das hieße, jenen Kern freiheitlicher Politik zu übersehen, der deren Aggressivität zugrunde liegt.

Politik ist immer Umgang mit gesellschaftlichen

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