Entdeckung der Langsamkeit/Renate Brauner: "Finde keine Mehrheit"

Politik | aus FALTER 44/99 vom 03.11.1999

Falter: Die SPÖ hat Ausländer die letzten Jahre über als Tabuthema betrachtet. Brauchte es wieder einen FPÖ-Wahlsieg, um daraufzukommen, dass man sich dem widmen muss?

RENATE BRAUNER: Für ein Tabuthema sind 80 Millionen pro Jahr für eine Einrichtung wie den Wiener Integrationsfonds eigentlich viel Geld. Es gibt Integrationsarbeit seit langem.

Die hinkt aber schon lange der realen Entwicklung hinterher.

Integrationsarbeit insgesamt hat ein gewisses Verzögerungselement. Als vor 30 Jahren Menschen gekommen sind, um hier zu arbeiten, hatten alle Beteiligten im Kopf, dass die Zuwanderung vorübergehend sein würde. Die Gastarbeiter sind aber keine gewesen, sie waren Zuwanderer.

Was wird die Integrationsarbeit der nächsten Jahre sein?

Wir werden die Sprachoffensive weiterführen, wollen Ausländer verstärkt in den geförderten Wohnbau integrieren, uns ausländischen Frauen und der Arbeit mit Jugendlichen widmen.

Stichwort Jugendliche: Wird es eine Legalisierung jener geben, die illegal hier

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