Österreich drei

Zeitgeschichte In den Köpfen wird weiter fleißig gebaut: Unterrichtsministerin Elisabeth Gehrer stellte gemeinsam mit zwei Historikern ein neues Konzept für ein "Haus der Geschichte" vor.

Politik | Gerald John | aus FALTER 44/99 vom 03.11.1999

Der Präsentationstext argumentiert mit einer Feststellung, die jedem Wissenschaftler die Haare zu Berge stehen lassen müsste: "Eine Befragung bei Repräsentanten der österreichischen Zeitgeschichtsforschung (...) ergab, dass 92 Prozent der Befragten die Errichtung eines Hauses der Geschichte für sinnvoll und notwendig halten." Kein Sterbenswörtchen über Sample oder Repräsentativität der Erhebung. Für sorgfältige Forscher eigentlich eine Todsünde. Und kein gutes Omen für das Projekt "Haus der Geschichte der Republik Österreich" (HGÖ), das Unterrichtsministerin Elisabeth Gehrer sowie die beiden Historiker Stefan Karner und Manfried Rauchensteiner vergangene Woche vorstellten.

Im Sommer präsentierte der Innsbrucker Politologe Anton Pelinka gemeinsam mit Wissenschaftsminister Caspar Einem eine Machbarkeitsstudie für sein "Haus der Toleranz". Karner und Rauchensteiner zogen nun nach - und können konkrete Standortvarianten nennen: zwei in der Schellinggasse, eine in der Argentinierstraße.


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