Kommentar: Vom Nutzen der Sammler für die Kunst

Kultur | Vitus H.Weh | aus FALTER 44/99 vom 03.11.1999

Dass das Ehepaar Agnes und Karlheinz Essl in Klosterneuburg ein eigenes Haus für ihre Kunstsammlung gebaut hat, ist an sich nichts Ungewöhnliches: Mit den Sammlungen Maenz (Weimar), Marx (Berlin), Goetz (München), Beyeler (Basel) oder Hauser & Wirth (St. Gallen) wurde in den letzten Jahren auch in anderen Städten privater Kunstbesitz öffentlich zugänglich gemacht. Das Außergewöhnliche an der Sammlung Essl ist allerdings ihre Größe und ihr Anspruch: Sie will nichts weniger als einen gültigen Überblick über das österreichische Kunstgeschehen seit 1945 geben und bietet dafür die enorme Menge von rund 4500 Werken auf.

Das sind Größenordnungen, bei denen öffentliche Institutionen kapitulieren müssen. Selbst die Sammlung des Wiener Museums für Moderne Kunst, die immerhin bereits seit 1962 zusammengetragen wird, ist um einiges kleiner (rund 3300 Werke). Die entscheidende Vergleichsinstitution für die Sammlung Essl ist allerdings die Österreichische Galerie im Belvedere. Dort


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige