Mission Essl

Museen Mit der Sammlung Essl in Klosterneuburg wird diese Woche Österreichs größtes Museum für zeitgenössische Kunst eröffnet. Die Sammler begründen ihr Engagement mit ihrer von tiefem Glauben geprägten Biografie.

Kultur | Vitus H.Weh | aus FALTER 44/99 vom 03.11.1999

Wie ein Keil schiebt sich das Haus in die Landschaft: Auf der einen Seite leuchten goldfarbene Weinberge, auf der anderen stauen sich grüne Auwälder. Es ist ein eigentümlicher Platz, den sich das Ehepaar Agnes und Karlheinz Essl für seine Sammlung ausgesucht hat. Da wird Österreichs größtes Museum für zeitgenössische Kunst eröffnet, und dann ist das nicht im vermeintlichen Zentrum, in Wien, sondern im Industriegebiet von Klosterneuburg. Die Situation muss allerdings symbolisch gelesen werden. Kunst wird hier inszeniert als etwas, mit dem man arbeitet, handelt und "als eine Verbindung zwischen dem Leben, in dem wir stehen, und der Natur, wie sie Gott geschaffen hat" (Karlheinz Essl). Die Lage zwischen zwei Verkehrsadern - der vielbefahrenen Bundesstraße und der Donau - ist genauso zeichenhaft wie die Ausrichtung der Gebäudespitze auf das mächtige Augustinerstift von Klosterneuburg. Angesichts der Tatsache, dass das Sammlerehepaar Essl bekennend protestantisch ist, kommt das


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