Metropole, Masse & Montage

Film Die Filmschau "mov/cit/ies" zeigt, wie das Kino von der Stadt geträumt hat, wie es aus diesen Träumen aufwacht und wie es sich an sie erinnert.

Drehli Robnik | Kultur | aus FALTER 44/99 vom 03.11.1999

Die Baukunst ist aus sich heraus dynamisch", schreibt der Kultur- und Medientheoretiker Marc Ries und schlägt vor, Bauwerke unter dem Aspekt ihrer Bewegungspotenziale zu betrachten: Wenn ein Stein auf zwei anderen liegt, heißt das, dass dieser Stein, der Schwerkraft gemäß, hinunter will, aber die darunter lassen ihn nicht. Somit ist ein Haus eine Anordnung von aufeinander einwirkenden Kräften: von Schwerkraft und Widerstand, von Druck und Zug, Reibung und Adhäsion et cetera.

Ein Haus kommt selten allein (so selten, dass alleinstehende Häuser unheimlich anmuten, vor allem in Gruselfilmen wie "Shining" oder "Das Geisterschloss", wo Häuser ungeahnte Kräfte in sich bergen). Die meisten Häuser treten gehäuft auf, als Teile einer Stadt. Im urbanen Raum ist Bewegung nicht Potenzial, sondern allgegenwärtig: eine physikalische Dynamik, die von den Wechselwirkungen sozialer Kräfte überlagert wird; eine kollektive Lebensweise, die permanent Bewegung erzeugt.

Hierin liegt die enge Beziehung

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